„the killer in me is the killer in you“ – 20 Jahre Soloalbum

Kiwi feiert das Debüt mit einer Sonderseite

Mit „Soloalbum“ trat Benjamin von Stuckrad-Barre auf die literarische Bühne. Das war 1998. Kurzer Reminder: Das Jahr in dem wir alle die Titanic im Kino sinken sahen. Und Britney Spears fröhlich „…Baby One More Time“ trällerte.

Von „Soloalbum“ habe ich in dem Jahr noch nichts mitbekommen. Ich war wohl zu sehr mit den ersten Kussversuchen beschäftigt. Der Titel trat erst um 2003 auf den Plan. Ich saß in meinem Jugendzimmer und schaute einen Film (mit einer anderen Freundin). Meine erste Begegnung mit Matthias Schweighöfer. Und Nora Tschirner. Oh, Nora Tschirner … wie wunderbar.

SMS oder Fax – das ist hier die Frage

Nora Tschirner spielte Katharina. Die per SMS Schluss macht mit der Hauptfigur. Wobei es in der Buchvorlage ja ein Fax ist. Ein Fax – einfach auf der Zunge zergehen lassen. Zur Veranschaulichung noch einmal – ein Fax. Wahnsinn. Stehen bei uns im Büro auch noch rum und spucken wirres Zeug aus. Irgendwer scheint sich daran zu berauschen.

Also zu den Fakten: ich habe das Buch nie gelesen, ich liebe den Film, ich kann Benjamin von Stuckrad-Barre nicht ausstehen, wenn ich ihn im Fernsehen begegne. Ich habe immer das Gefühl, dass er verzweifelt versucht sich wie der Unwahrscheinlichkeitsantrieb aus „Per Anhalter durch die Galaxis“ zu verhalten. Aber ist mir ja vollkommen Latte. Wenn er gute Romane schreibt, so sollen sich die ihn Einladenden mit ihm rumschlagen.

Ich habe mir also die Jubiläumsausgabe bestellt und bin gespannt, was die Stimme aus der Vergangenheit mir sagen wird. Da Erstlinge oft mit viel Gegenwart um die Ecke kommen, bin ich skeptisch, ob dies 20 Jahre später noch eine Anziehung ausübt und die Handlung für sich sprechen wird.

Wer sich derweil an Testimonials von Harry Rowohlt berauschen möchte: bitte schön. (Sieht übrigens auch nach Fax aus …)

Soloalbum - Jubiläumsausgabe