Gebrabbel im Stakkato

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„Ultimatum“ – der neue Roman von Christian von Ditfurth

Auf meinem täglichen Weg, laufe ich seit einiger Zeit an einem Plakat vorbei. Es ist ein riesiges Plakat. Und es wirbt für „Ultimatum“, dem neuen Roman von Christian v. Ditfurth. Der Verlag ist sich dabei sicher: Der Polit-Thriller des Jahres kommt aus Deutschland. Und das Marketing ist wahrlich groß! Aber reicht das?

Print, Online, Social Media, Radio, POS – Feuer aus allen Rohren. Nützt aber nix. Cover (und Marketing) verkaufen zwar Bücher, sagen aber noch nichts über die Qualität zwischen den Seiten aus. Und darauf kommt es am Ende dann doch an. Und dieses Buch ist einfach scheiße. Schlagen wir es auf und schauen rein.

Soll ich weiterlesen? Eine Frage der Qual

Auf der ersten Seite werden einem die Figuren nur so um die Ohren gehauen. Nach zwanzig Seiten ist man als Leser bereits im dreizehnten Kapitel angelangt. Und wenn ein Autor es für sinnvoll hält, Sätze im Telegrammstil aneinanderzureihen, dann kann er das machen, lässt aber keine Spannung zu. Beispiel gefällig? „Sie betraten ein Haus. Es roch modrig. Sie führten ihn zu einer Tür. Die öffnete sich. Der Typ sagte:’Vorsicht, Stufen!‘ Süß tastete mit seinen Füßen.“

Ich konnte nicht mehr. Ich bin ausgestiegen. Nicht ohne vorher durchs Buch zu blättern, um nachzusehen, ob sich der Stil ändert. Er tut es nicht. Schade. Ich hoffe das Plakat wird bald überklebt.

P.S.: Es soll in dem Thriller wohl um die Entführung des Mannes der Bundeskanzlerin gehen. Und bestimmt um Terroristen. Vermute ich mal.